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Protokoll Nr. 0001 zur konstituierenden Generalversammlung des Vereines
Kampagne für Gutes Bier vom 11.05.2002
Tagesordnung:
- Begrüßung und Vorstellung der Planungsgruppe
- Referat: Was wir uns von gutem Bier erwarten (Conrad Seidl)
- Diskussion der Aufgabenbereiche
- Beschluss über die Gründung gemäß den Statuten
- Wahlen zum Vorstand
- Festlegung von Mitgliedsbeiträgen
- Verschiedenes
1. Begrüßung und Vorstellung der Planungsgruppe
Conrad Seidl begrüßt die 22 Anwesenden stellt sich und Manfred Weghuber als Proponenten des Vereines vor und überbringt Grußadressen von:
- Meissner Schwerter Brauerei - Braumeister Heitmann
- Potts Brauerei Oelde - Brauereibesitzer Rainer Pott
- Neumarkter Lammsbräu - Brauereibesitzer (und Deutschlands führender
- Öko-Brauer Franz Ehrnsperger)
- ÖGB-Vizepräsident Fritz Neugebauer
- Braumeister Martin Huber
- Hopfenpflanzerverband Tettnang
die leider an der Versammlung nicht teilnehmen konnten.
Im Anschluss berichtet Conrad Seidl von der Findung der Idee bis zur Ausarbeitung der vorliegenden, vom Bundesministerium für Inneres nicht untersagten Statuten und leitet zum 2. Punkt der Tagesordnung über, dem
2. Referat: Was wir uns von gutem Bier erwarten (Conrad Seidl)
Die für diesen Verein primäre Frage, was man von einem guten Bier erwarten darf, erläutert Conrad Seidl anhand seiner Erfahrungen mit blumigen Beispielen von Verkostungen und Erlebnissen in der Gastronomie.
Von gutem Bier darf sich der Konsument erwarten, dass es von der Brauerei ohne technische Fehler mit den für den speziellen Biertyp geeigneten Zutaten hergestellt wird. Weiter darf sich der Konsument erwarten, dass das Bier in einwandfreiem Zustand in den Handel bzw. zum gastronomischen Betrieb kommt, wo mit dem Bier im Bezug auf Lagerung und Ausschank pfleglich umgegangen wird.
Anhand einiger Beispiele stellt er dar, was man sich von dem einen oder anderen Biertyp erwarten darf und kann, und er weist auf den weit verbreitete Fehler des Konsumenten hin, die falschen Erwartungen an das erworbene Bier zu stellen. Wer sich für ein Stout entscheidet darf und muss erwarten, dass es sich hierbei um ein sehr dunkles, meist stark hopfenbitteres Bier mit kompakter Schaumkrone handelt, wer ein Weizenbier nach bayrsicher Art wünscht darf mit fruchtigen Aromen rechnen, …
In diesem Sinne kann man ein gutes Bier als ein, frei von technischen Fehlern gebrautes betrachten. Es hat frei zu sein von fehlerhaftem Geschmack, unerwünschter Trübung, etc hervorgerufen durch schlechte Lagerung und mangelhafte Hygiene bei der Ausschank und es hat die Erwartung zu erfüllen, den Eigenschaften des speziellen Biertyps zu entsprechen.
Die sich daraus ergebende Diskussion führt über zum nächsten Punkt der Tagesordnung
3. Diskussion der Aufgabenbereiche
Die sich aus den Statuten des Vereines ergebenden Aufgabenbereiche können wie folgt zusammengefasst werden:
- Pflege der Bierkultur
- Sicherung von Bierqualität
- Vernetzung mit der Campaign for Real Ale (CAMRA) und der European Beer Consumer's Union (EBCU).
- PR - Kontakte zu den Medien
- Internet-Auftritt
- Veröffentlichungen
Der Moderator stellte diese Punkte mit ein paar einleitenden Worten zur Diskussion. Aus diesem Gespräch ist abzuleiten, dass es nicht die Aufgabe des Vereines sein soll, Lokale und Brauerein, die fehlerhafte oder schlechte Produkte anbieten, an den Pranger zu stellen. Vielmehr soll mit allen Vereinsmitteln aufgezeigt werden welche Personen, welche Unternehmen bzw. welche anderen Vereine und Organisationen sich um die Wahrung der Bierkultur und der damit Verbundenen Vielfalt bemühen. Insbesondere soll es Ziel des Vereines sein, Lokale, Brauerein und Veranstaltungen vorzustellen und zu präsentieren, die großes Augenmerk auf Bierqualität und Bierkultur im weiteren Sinn legen.
Den Interessierten soll die Vielfalt der Biersorten und Stile und deren spezielle Charakteristika durch Verkostungen und Seminare nähergebracht werden.
In der weiteren Diskussion wurden Kontaktmöglichkeiten und eine mögliche Zusammenarbeit mit der CAMRA und der EBCU erläutert.
Den heutigen Medien entsprechend wurde einhellig festgehalten, dass der Kontakt der Mitglieder untereinander bzw. die Präsentation des Vereines weitestgehend über das Internet erfolgen soll. Der zu wählende Vorstand soll Konzepte ausarbeiten wie der Auftritt im Internet aussehen soll. Es soll eine Homepage, ein Diskussionsforum und ein Newsletter, für alle Mitglieder entstehen.
An die sich daraus ergebende lebhafte Diskussion schloss der nächste Punkt:
4. Beschluss über die Gründung gemäß den Statuten
Die Proponenten legen eine provisorische Mitgliederliste auf und beschließen, alle Personen, die sich auf dieser Liste eintragen und zusagen , den, durch sämtliche Mitglieder der Generalversammlung noch festzulegenden Mitgliedsbeitrag zu bezahlen, entsprechend der Statuten des Vereines als Mitglieder aufzunehmen. Diesem Aufruf folgen 19 Personen.
Alsdann wird der einstimmige Beschluss gefasst, den Verein "Kampagne für gutes Bier" zu gründen.
5. Wahlen zum Vorstand
Der Generalversammlung werden folgende Wahlvorschläge unterbreitet:
- Obfrau: Britta Dolenc
- Kassier: Josef Stastny
- Schriftführer: Manfred Weghuber
- Stellvertreter der Obfrau: Karl Heimberger
- Stellvertreter des Kassiers: Dietmar Eder
- Stellvertreter des Schriftführers: Kurt J. Zuckermann
Vor der Wahl zum Vorstand wird der einstimmige Beschluss gefasst, auf eine geheime Wahl zu verzichten und die Wahl durch eindeutige Handzeichen durchzuführen.
Das Ergebnis der Wahl:
Stimmberechtigte Mitglieder: 20 (19 neu aufgenommene Mitglieder und ein schon eher von Conrad Seidl in seiner Funktion als Proponent aufgenommenes Mitglied)
Davon anwesend: 19
Ja: 18 Stimmen
Nein: 0 Stimmen
Stimmenthaltung: 1 Stimme
Der Vorstand nimmt die Wahl an und Britta Dolenz übernimmt den Vorsitz der Versammlung mit der Wahl der Rechnungsprüfer.
Der Generalversammlung wird folgender Wahlvorschlag unterbreitet:
- Claus Kucher (in Abwesenheit)
- Hubert Loidolt
Das Ergebnis der Wahl:
Stimmberechtigte Mitglieder: 20 (19 neu aufgenommene Mitglieder und ein schon eher von Conrad Seidl in seiner Funktion als Proponent aufgenommenes Mitglied)
Davon anwesend: 19
Ja: 19 Stimmen
Nein: 0 Stimmen
Stimmenthaltung: 0 Stimmen
Der nun gewählte Vorstand dankt und geht unter dem Vorsitz der Obfrau an den nächsten Punkt der Tagesordnung.
6. Festlegung von Mitgliedsbeiträgen
Conrad Seidl stellt den Antrag den Mitgliedsbeitrag mit € 25,- festzulegen und über den Antrag abzustimmen bzw. andere Anträge zu stellen.
Ing. Edmund Seidl stellt den weiterführenden Antrag den Mitgliedsbeitrag mit € 24,- festzulegen aus Gründen der einfacheren Verrechnung aufgrund der besseren Teilbarkeit des Betrages durch 12.
Herr Kurt Zuckermann stellt den weiterführenden Antrag nur den Mitgliedsbeitrag für natürliche Personen festzulegen und den Vorstand ein Modell für juristische Personen ausarbeiten zu lassen.
Herr Erich Durst stellt den weiterführenden Antrag den Mitgliedsbeitrag mit € 50,- festzulegen.
Aus der sich ergebenden Diskussion werden folgende Anträge zur Abstimmung gebracht.
- Der Antrag auf Verzicht einer Beitrittsgebühr
- Der Antrag auf die Erstellung eines Beitragsmodells für juristische Personen, außerordentliche und fördernde Mitglieder
- Der Antrag auf Festlegung des Mitgliedsbeitrages in der Höhe von € 50,-
- Der Antrag auf Festlegung des Mitgliedsbeitrages in der Höhe von € 24,-
Die Anträge 1) und 2) wurden einstimmig angenommen
Die Stimmverteilung der Anträge 3) und 4) sieht folgendermaßen aus:
| Antrag | Ja | Nein | Stimmenthaltung |
| € 50.- | 3 | 16 | 0 |
| € 25,- | 16 | 3 | 0 |
Die Obfrau setzt aufgrund dieses Ergebnisses den Mitgliedsbeitrag für natürliche Personen in der Höhe von € 24,- fest
7. Verschiedenes
Der Kassier bittet die Mitglieder den fälligen Betrag nicht in bar zu bezahlen und hält fest, in den nächsten Tagen ein Konto zu eröffnen und den Mitgliedern einen Zahlschein zukommen zu lassen.
Conrad Seidl führt an, dass er bereits ein Forum eingerichtet hat, dass nur Mitgliedern zugänglich sein soll. Die Entsprechenden Zugangsdaten will er dem Kassier in kürze per Mail zukommen lassen.
Da keine weiteren Wortmeldungen folgen beendet die Obfrau die Generalversammlung
Manfred Weghuber
Schriftführer
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