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Newsletter Ausgabe 5 (Oktober 2002)
Neues von der Kampagne für Gutes Bier
- TERMINE DER KAMPAGNE FÜR GUTES BIER
- Weitere Termine aus der Bierwelt:
- Kampagne für einen fairen Bierpreis
Was sich in der Bierwelt sonst noch tut:
-MEHR MÜHLVIERTLER HOPFEN IM STIEGL-BIER
-"UTAH BEER" DARF SO HEIßEN - AUCH WENN ES NUR WASSER IST
-ANERKENNUNG FÜR HOBBYBRAUER UND BIERLIEBHABER
-HOFSTETTNER BRAUEREI KÜNDIGT KÜRBISBIER AN
-MEHR BESUCHER AUF DEM OKTOBERFEST
-NEUES WEISSBIER VON SIGL: "TRUMER WEIZEN"
-IRGENDWANN WIRD ES DOCH "MORGEN". LEIDER.
-ZWEI PFERDE FÜR DAN CAREY
-NEUE PRÄSENTATION DER BRAUUNION MARKEN
-TROCKENES INDIEN, HEIßER BIERMARKT
-HOHE BIERSTEUER, NIEDRIGE SCHNAPSSTEUER
-AUS PABST-BRAUEREI WIRD UNTERHALTUNGS-ZENTRUM
-SELBSTKÜHLENDE BIERDOSEN
-HOPFENFLÄCHE GEHT ZURÜCK
-TSINGTAO BALD AUCH IN TAIWAN
-IMMER MILDERE BIERE: HOPFENVERBRAUCH GEHT AUCH ZURÜCK
-WELTBIERMARKT ENTWICKELT SICH SEHR UNTERSCHIEDLICH
-WANDEL AUF BRASILIANISCHEM BIERMARKT
-"VISION" AUS WEITRA FAST AUSVERKAUFT
-STEIRERMAN-BIER MIT KÜRBISEXTRAKT
Weitere Termine aus der Bierwelt:
BIERVERKOSTUNG FÜR "FRIENDS OF MERKUR" IN SALZBURG
18. Oktober 2002, 16 Uhr
in Stiegls Brauwelt, Bräuhausstrasse 9
A-5020 Salzburg
Telefon +43 / (0)662 / 8387 - 1492
Website: http://www.brauwelt.at/d_brauwelt.htm
Die vorläufig letzte Veranstaltung einer Serie von Bierverkostungen von Conrad Seidl für das
Kundenbindungsprogramm "Friends of Merkur" - Stiegl bietet einige Restplätze auch jenen
an, die (noch) nicht Stammkunden bei Merkur sind. Voranmeldung unbedingt notwendig
(+43 / 662 / 8387 - 1492) - Kosten pro Person € 49 (incl. Beer-Dinner).
BIERSEMINARE BEI BRETTNER IN SCHOTTWIEN
19. Oktober 2002 und 9. November 2002 (9.30 Uhr)
in Brettners Bräuerl,
A - 2641 Schottwien
Telefon +43 / (0)2663 / 8300 oder +43 664 2813296
Zwei Verkostungsveranstaltungen mit Conrad Seidl in einer der kleinsten Brauereien
Österreichs. Am 19. Oktober ist es ein Grundseminar mit Überblick über die Bierstile, am 9.
November geht es um obergärige Biere. Voranmeldung unbedingt notwendig.
Kosten pro Person € 68.
ALE-ANSTICH IM MALZINGER’S
25. Oktober 18.30 Uhr
im Malzinger’s, Neues Landhaus
A-3900 St. Pölten
Telefon +43 (0) 2742/258880.
KGB-Mitglied Reinhold Bartha hat in der St. Pöltner Gasthausbrauerei ein Red Ale
eingebraut, eine KGB-Delegation kommt zum Anstich vorbei, auch der Bierpapst wird dabei
sein. Wichtig: Bitte im Lokal anrufen und unter dem Stichwort "KGB" reservieren, damit die
Anhänger der Kampagne an einem gemeinsamen Tisch sitzen können!
"ALLES FÜR DEN GAST" IN SALZBURG
9. -13. November
im Messezentrum Salzburg
Telefon +43 (0) 662/4477 - 0
Website: http://www.reedexpo.at
Die größte Fachmesse der österreichischen Gastro-Szene. (Der Messebesuch selbst ist strikt
nur auf Fachbesucher beschränkt).
"BRAU/BEVIALE" IN NÜRNBERG
13. - 15. November
in der Messe Nürnberg
Messezentrum
D-90471 Nürnberg
Telefon +49 (0) 9 11. 86 06-0
http://Website: www.brau-beviale.de/d/?l4l3
Die wichtigste Fachmesse der deutschen Brauwirtschaft und Getränkeindustrie - die Website
sagt derzeit noch nicht viel aus, eventuell später versuchen. (Der Messebesuch selbst ist strikt
nur auf Fachbesucher beschränkt).
Was sich in der Bierwelt sonst noch tut:
MEHR MÜHLVIERTLER HOPFEN IM STIEGL-BIER
Salzburg - Die Stiegl-Brauerei, Österreichs größte Privatbrauerei, wird nach und nach den
Anteil von Mühlviertler Hopfen in ihrer Hauptsorte Stiegl Goldbräu erhöhen. Es wird damit
gerechnet, dass die Abnahmemenge von bisher rund 13 Tonnen auf 23 Tonnen steigen wird.
(cs, 7. 10. 2002)
http://www.stiegl.at/brauerei/brauerei.htm
"UTAH BEER" DARF SO HEIßEN - AUCH WENN ES NUR WASSER IST
Salt Lake City - Vom Mormonenstaat Utah ist bekannt, dass Bier dort generell sehr leicht ist
- wenn man es überhaupt bekommt: Manche Städte sind so genannte "dry communities", auf
deren Grund überhaupt kein Bier verkauft werden darf. Und was legalerweise in den Handel
kommt, darf nicht mehr als 3,2 Gewichtsprozent Alkohol haben, was knapp über vier
Volumsprozenten ist und damit merklich leichter als gängige Biere im Rest der Welt. Dieses
Faktum erscheint den meisten Amerikanern - und natürlich auch vielen Bewohnern Utahs -
ziemlich lächerlich. Joan Guetschow und Trisha Stumpf, zwei ehemalige Spitzensportlerinnen
und nunmehrige Unternehmerinnen in Park City, betreiben eigentlich eine Mineralwasser-Abfüllung.
Und weil nicht allzu viel Unterschied zwischen ihrem Wasser und dem oftmals
verdünnten Konsumbier auf dem Markt von Utah zu herrschen scheint, haben die Damen im
Frühjahr die Marke "Utah Beer" für ihr Quellwasser registrieren lassen.
Was wiederum dem Biergiganten Anheuser Busch nicht passte. Der US-Marktführer (Marken
Budweiser, Michelob, Busch Beer) hat seine Anwälte aufgeboten, um den guten Ruf des
Bieres zu sichern - Wasser soll nicht als Bier bezeichnet werden dürfen.
Darf es doch, berichtet die Salt Lake Tribune am 7. Oktober. Mit ihren rechtlichen Schritten
gegen den kleinen Spott der Wasserabfüllerinnen hat sich der Biergigant nämlich eine Menge
negativer Publizität eingehandelt. Nun hat Anheuser Busch einfach die Einspruchsfrist gegen
die Registrierung der Marke "Utah Beer" verstreichen lassen. Für Konsumenten, die nicht aus
Utah kommen, heißt es also aufpassen: Nicht alles, wo Beer draufsteht, ist auch wirklich eine
Bierflasche. Aber das weiß jeder, der schon einmal Root Beer, das offensichtlich nur für
Amerikaner trinkbare alkoholfreie Getränk, gekostet hat. Zur Ehrenrettung der Brauer in Utah
muss angefügt werden, dass gerade die Microbreweries und Brewpubs die Herausforderung
angenommen haben und leichte, dennoch wohlschmeckende Biere brauen.
(cs, 7. 10. 2002)
http://www.sltrib.com/10072002/utah/4776.htm
ANERKENNUNG FÜR HOBBYBRAUER UND BIERLIEBHABER
Leonding/Oberwart - Die "Freunde der Leondinger Braukunst", ein rühriger Verein von
Hobbybrauern, die bereits im Braujahr 1996/97 ihre eigene kleine Vereinsbrauerei errichtet
haben, wurden am 6. Oktober in einer halbstündigen Sendung des ORF-Fernsehens
gewürdigt. Die Sendung "Kühle Blonde - ein Land und sein Bier" brachte auch eine
Bestandsaufnahme über die gesamte Bierlandschaft Oberösterreichs und zeigte nicht zuletzt
die Bedeutung der Neufelder Hopfenbauern. Das Mühlviertel vermarktet überhaupt das
Thema Bier als touristisches Angebot: "Die Mühlviertler Bierreise", die unter anderem ein
Gourmetmenü mit aus Bier gekochten Gerichten bei einem Haubenwirt und den Besuch bei
einem Hopfenbauern beinhaltet. Auch ganz im Osten erfahren Bierliebhaber Anerkennung:
Kurt Balazs vom Bierarium in Oberwart berichtet, dass bei ihm kürzlich Kulturlandesrat
Helmut Bieler zu Besucht war - und dass auch hier der lokale ORF-Fernsehsender gedreht hat.
(cs, 7. 10. 2002)
http://www.braukunst.at/Chronik.htm#2002
http://www.bierreise.at/mainframe.htm
HOFSTETTNER BRAUEREI KÜNDIGT KÜRBISBIER AN
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St. Martin - "Kürbis war noch nie so gefragt und aktuell.",
meint Peter Krammer, Eigentümer und Braumeister der
Mühlviertler Brauerei Hofstetten, einer auf das Jahr 1229
zurückverfolgbaren Braustätte. "Das hat uns dazu bewogen,
genau in jenem Jahr, in dem Kürbis die Gemüsesorte des Jahres
ist, eine eigene Bierspezialität mit dieser Frucht zu kreieren."
Die Linzer Werbeagentur Strobl)Kriegner Group unterstützt die
Traditions-Brauerei Hofstetten bei der Vermarktung der
Spezialsorte "Kürbisbier". Am 17. Oktober wird das
Spezialbier einem ausgewählten Publikum im Haubenrestaurant
Mühltalhof (Neufelden i. M.) zu passenden Speisen präsentiert.
Der Vertrieb erfolgt über die Gastronomie und über einen
eigens eingerichteten Online-Shop.
Die Hofstettner Brauerei hat sich bereits in den achtziger Jahren
als erste österreichische Brauerei mit unfiltriertem Zwickelbier
in der Flasche - vermarktet als "Hofstettner Kübelbier" einen
Namen gemacht. Auch für die Meidlinger Rockband Alkbottle
wurde ein eigenes Label kreiert - es soll bei einem Konzert in
der Brauerei am 19. Oktober wiederbelebt werden.
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(cs 6. 10. 2002)
http://www.hofstetten.at
MEHR BESUCHER AUF DEM OKTOBERFEST
München - Noch zur Halbzeit der "Wiesn" haben die Wirte gejammert - aber am letzten
Tag des Oktoberfestes wurde eine positive Bilanz gezogen: 5,9 Millionen Besucher aus aller
Welt waren da, rund 400 000 mehr als vor einem Jahr, berichtet die Münchner Abendzeitung.
In zwei Wochen tranken die Besucher 5,7 Millionen Maß Bier - eine Million mehr als bei der
Wiesn 2001, die von der miesen Stimmung nach den Terroranschlägen des 11. September
überschattet gewesen war. "Es gibt eine Renaissance der Tracht," bilanzierte Wiesn-Chefin
Gabriele Weishäupl: Das Oktoberfest werde "wieder bodenständiger". Insgesamt ließen sich
die Gäste 440 000 Hendl und 152 000 Paar Schweinswürstl schmecken. Die Wiesn-Wirte
erzielten ein Umsatz-Plus von fünf Prozent. "Während die Abbauarbeiten auf der
Theresienwiese in vollem Gange sind, kehrt in München wieder Ruhe ein. Die Stadt, die
Wiesn-Wirte und die Schausteller bedanken sich bei den Gästen und wir freuen uns schon
darauf, mit Ihnen das Oktoberfest 2003 zu feiern," heißt es auf der Website.
(cs, 6. 10. 2002)
http://www.oktoberfest.de
NEUES WEISSBIER VON SIGL: "TRUMER WEIZEN"
Salzburg - Nach einer wechselvollen Geschichte der in Obertrum entwickelten Weizengold-Marke
hat die Brauerei Sigl in Obertrum nun ein eigenes Weizenbier unter der Marke
"Trumer Weizen" auf den Markt gebracht. Braumeister Axel Kiesbye hat sich dabei an das
Originalrezept für Weizengold - so wie es 1974 gebraut wurde und den Markt für Weissbier
in Österreich erst aufbereitet hat - angelehnt. Das Produkt entspricht in hohem Maß der
kurfürstlich-bayerischen Definition von 1908: Dieses Bier solle "stark perlen und hoch
schäumen, die dem Hopfen eigene Bitterkeit mit sich führen, auf dem Gaumen eine kühlende
und erfrischende Empfindung hervorrufen und der kitzelnde Geschmack muss sich auch dem
Geruch mitteilen." Erhältlich ist das Bier unter anderem im "Fidelen Affen" in Salzburg -
Verkostungsnotizen dazu: "Helles Weissbier, stechend-hefig in der Nase, erfrischender, nicht
sehr fruchtiger Antrunk, sehr rezent und gerade ausreichend vollmundig, hohe Drinkability.
Interessante Bittere im Nachtrunk." Die Salzburger Nachrichten berichten, dass für das
Trumer Weizen etwa 2500 Hektoliter Jahresproduktion angestrebt würden - Link dazu unten.
(cs, 5. 10. 2002)
http://www.trumer.at/?contentID=b
http://www.salzburg.com/servlet/scom2/searchresult?xm=349214&res=0
IRGENDWANN WIRD ES DOCH "MORGEN". LEIDER.
Key West - Die "Coral Isle Bar" auf Stock Island am südlichen Zipfel von Florida ist
weltberühmt für ein Schild, das seit mehr als 50 Jahren versprochen hat: "Free Beer
Tomorrow". Aber wie es halt so ist: Tomorrow never comes. Oder doch: Am Freitag, dem 4.
Oktober 2002, wurde das Schild feierlich ausgetauscht: "Free Beer Today" - mit einem Tag
Freibier wurde Abschied von der Institution gefeiert . Die Bar wird nun abgerissen. Ein neuer
Bootshafen und ein Wohnhausprojekt sind auf dem traditionsreichen, aber etwas
stiefmütterlich behandelten Schwesterinselchen von Key West geplant.
(cs, 4. 10. 2002)
http://keysnews.com/288217989402860.bsp.htm
ZWEI PFERDE FÜR DAN CAREY
New Glarus - Dan Carey, der vielfach ausgezeichnete Brauer aus Wisconsin (das Kult-Bier
"Wisconsin Belgian Red" ist leider nur im Westen der USA erhältlich), will auf seiner Farm-Brauerei
einen Pferdestall einrichten, um sein Bier mit Pferdewagen ausliefern zu können.
Das bei den örtlichen Behörden umstrittene Projekt ist nun genehmigt worden: Die Gemeinde
hatte befürchtet, dass der Mist von Pferden eine unzumutbare Umweltbelastung darstellen könnte.
(cs, 2. 10. 2002)
http://www.themonroetimes.com/a1002ngv.htm
http://www.newglarusbrewing.com
NEUE PRÄSENTATION DER BRAUUNION MARKEN
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Linz - Die Brau Union hat vom
Salzburger Messebauer Auer &
Honickel einen neuen Messestand
konzipieren lassen, wobei der
Mittelpunkt des 270 Quadratmeter
großen Standes mit viel Kupfer der
Präsentation der Rohstoffe Wasser,
Hopfen und Malz dient und
Brauerei-Atmosphäre entstehen
lassen soll. Der Bereich der
traditionellen Gastronomie mit den
Marken Gösser, Kaiser, Puntigamer
und Edelweiss, präsentiert sich in
einem neuen Design. So wird zum
Beispiel bei Gösser durch die
Integration eines Wasserfalls das
Element Natur in Szene gesetzt.
Auch wird in diesem Bereich der
neue Schankcomputer Z1 präsentiert. Dagegen wird im Zipfer-Bereich die "Zipfer Zone" auf
die Trendgastronomie abgestimmt und das Thema Beachvolleyball betont. Für ein
umfangreiches Programm sollen eine Wieselburger Plofff-Party, die ZipferZone Girls und die
Edelweiss Kletterwand sorgen. Der Stand soll seine Premiere bei der "Alles für den Gast",
der vom 9. bis 13. November stattfindenen Gastronomie-Fachmesse im Messezentrum
Salzburg erleben.
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(cs, 2. 10. 2002)
http://www.brauunion.at/WEBLib/StdLib/Maintenance/Global/GetBinaryObject.asp?OID=31102
TROCKENES INDIEN, HEIßER BIERMARKT
Bangalore - Das anhaltend heiße Wetter in Indien hat dem indischen Marktführer United
Breweries (Flagship-Brand: "Kingfisher") geholfen, den Bierabsatz deutlich zu steigern.
Allein in den ersten fünf Jahren des laufenden Finanzjahres sind die Verkäufe um 21 Prozent
gestiegen - nach einer Steigerung um 18 Prozent zu Ende des letzten Finanzjahres im März.
United Breweries hat in Indien einen Marktanteil von 34 Prozent und gilt als interessanter
Partner für internationale Verflechtungen. Nachdem sich der 1915 gegründete UB-Konzern
Mitte der neunziger Jahre bei einigen US-Microbreweries beteiligt hatte, ist nun der englische
Marktführer Scottish&Newcastle mit 26 Prozent eingestiegen.
(cs, 30. 9. 2002)
http://www.kingfisherworld.com
HOHE BIERSTEUER, NIEDRIGE SCHNAPSSTEUER
Warschau - Weil zu viel Wodka illegal importiert wird, senkt die polnische Regierung mit
Anfang Oktober die Abgaben auf Schnaps. Die Steuersenkung soll die Verbraucher
animieren, "legalen" Alkohol zu kaufen. Die polnische Biersteuer, die deutlich höher ist als in
den Nachbarländern, bleibt aber hoch. Die Bierkonsumenten werden so benachteiligt, klagen
die polnischen Brauer in einer Radiosendung.
(cs, 30. 9. 2002)
AUS PABST-BRAUEREI WIRD UNTERHALTUNGS-ZENTRUM
Milwaukee - Die 1996 geschlossene Pabst-Braustätte in der Innenstadt von Milaukee soll zu
einem Restaurant- und Loft-Komplex umgebaut werden, in dem 200 bis 300 Appartments und
eine Sporthalle Platz finden sollten. Die Pabst-Brauerei ist ein Jahrhundertwende-Bau in
Backstein, der Mitte der fünfziger Jahre zu den bedeutendsten Braustätten der USA gezählt
hat. Damals war Pabst Blue Ribbon eine der führenden Marken der Stadt, übertroffen nur von
Schlitz ("The beer that made Milwaukee famous"). Schlitz ist verschwunden, die Pabst-Marke
in die Pearl-Brewery in San Antonio übersiedelt. In der ehemaligen, stark deutsch geprägten
Bierstadt Milwaukee ist nur noch eine Großbrauerei erhalten geblieben, nämlich Miller, das
kürzlich an SAB verkauft wurde.
(cs, 30. 9. 2002)
http://newsobserver.com/business/story/1775539p-1783638c.html
http://www.nytimes.com/2002/10/01/business/01GROU.html?ex=1034136000&en=87a3206a1da98003&ei=5062&partner=GOOGLE
http://www.pabst.com/about/breweries.asp
SELBSTKÜHLENDE BIERDOSEN
Durham - Vor zwei Jahren wurde auf der Nürnberger Brau-Messe ein "selbstkühlendes
Bierfass" vorgestellt, dessen doppelte Wände aus Zeolith Verdunstungskälte produzieren und
das Bier innen kühlen. Nach dem CoolKeg könnte nun eine selbstkühlende Bierdose
kommen, berichtet die Zeitschrift All About Beer in ihrer Septemberausgabe. Die Erfindung
des KoreanerS Suh Won Gil sollte eigentlich bis zur Fussballweltmeisterschaft marktreif sein,
bisher sind aber entsprechende Dosen nicht aufgetaucht.
(cs, 29. 9. 2003)
http://www.zeo-tech.de/htm/d/d_fass1.htm
http://www.allaboutbeer.com/aabmhome.html
HOPFENFLÄCHE GEHT ZURÜCK
Nürnberg - Die deutsche Hopfenanbaufläche ist im Jahr 2002 gegenüber 2001 um 671
Hektar (minus 3,5 Prozent) zurückgenommen worden, die der USA sogar um 2683 Hektar (-18,5
Prozent), berichtet die Fachzeitschrift Brauwelt in ihrer Ausgabe 36-37/2002. Demnach
wäre die Welt-Hopfenanbaufläche auf den tiefsten Stand seit 1957 gesunken, wobei das
Angebot an Bitterstoffen (die Leitsubstanz im Hopfen ist die Alphasäure, die die Biere schön
herb macht) deutlich weniger zurückgehen dürfte.
(cs, 28. 9. 2002)
http://www.brauwelt.de
TSINGTAO BALD AUCH IN TAIWAN
Taipeh - Die Tsingtao-Brauerei, die einzige Weltmarke aus der kommunistischen
Volksrepublik China, wird nun auch in das kapitalistische Taiwan hineinwirken: Wie die
Taipeh Times schreibt, hat die Tsingtao Brauerei eine auf 30 Jahre befristete Lizenz an
Taiwan Tsing Beer Corp vergeben. Der taiwanesische Biermarkt war bis zu Jahresbeginn
relativ dicht abgeschottet, Bier wurde vom staatlichen Monopol Taiwan Tobacco and Wine
Board unter der Marke "Taiwan Beer" produziert. Das ehemalige Staatsmonopol hat immer
noch zwischen 80 und 85 Prozent Marktanteil, Importbiere genießen aber wachsende
Popularität. Allein vom chinesischen Tsingtao wurden seit April 36 Millionen Flaschen
eingeführt.
(cs, 28. 9. 2002)
http://www.taipeitimes.com/news/2002/09/27/story/0000169790
IMMER MILDERE BIERE: HOPFENVERBRAUCH GEHT AUCH ZURÜCK
Nürnberg - Die Biere werden auch immer milder. Dem eben
erschienenen Barth-Report ist zu entnehmen, dass es eine "anhaltende
Tendenz zu niedrigerem Hopfenverbrauch je Hektoliter Bier" gibt. Noch
1998 wurde im weltweiten Schnitt 5,8 Gramm Alphasäure pro Hektoliter
Bier verbraut, 2001 waren es nur 5,5 Gramm und heuer dürfte ein
durchschnittliches Massenbier nur noch 5,3 Gramm Alphasäure enthalten.
Das bedeutet, dass die best verkauften Biere immer uninteressanter
schmecken. Die Kurven von Alphasäure-Angebot und Alphasäure-Verbrauch
gehen auch immer weiter auseinander. Weil nämlich so
genannte Hoch-Alpha-Sorten (die viele Bitterstoffe, aber nicht unbedingt
viel Hopfenaroma liefern) immer stärker angebaut werden, kann auf geringerer Fläche mehr
Alphasäure geerntet werden. "Der Schlüssel für die Gesundung des Hopfenmarktes liegt in
einer Anpassung der Anbauflächen an den Verbrauch," heißt es im Barth-Report. 2001
wurden weltweit 7684 Tonnen Alphasäure verbraucht, die Hopfenbauern hatten aber 8748
Tonnen angeliefert.
Ein Gedanke wäre eine weitere Überlegung wert: Wenn Biertrinker kräftiger gehopfte und
hopfenaromatische Biere (Pale Ale, Altbier, Pils) nachfragten, würde sich der Hopfenmarkt
auf einem höheren Gleichgewichtsniveau und mit interessanteren Hopfensorten einpendeln.
Im Barth-Bericht werden etliche auch für den Biertrinker relevante Fragen ganz offen
angesprochen, hier eine kurze Auswahl daraus:
- Der durchschnittliche Bierkonsum sinkt in vielen Ländern Europas. Ist traditionelles Bier
überhaupt noch ein modernes Getränk?
- Die Biere werden zunehmend weniger bitter. Ist Bittere also eine unmoderne
Geschmacksempfindung?
- Der Hopfeneinsatz in der Brauindustrie verliert zusehends an Bedeutung. Ist damit das, was
Hopfen kann, nämlich Bittere, Aroma, Vollmundigkeit, Haltbarkeit und Schaumstabilität
des Bieres zu beeinflussen, nicht mehr gefragt?
- Werden am Hopfen irgendwann nur noch die a -Säuren wichtig sein und wird der nach Sorte
und Anbaugebiet differenzierte Träger, die Hopfenpflanze, uninteressant?
- Treiben die Brauindustrie Fragen nach der richtigen Verpackung von Bier mehr um, als die
nach einer differenzierten Würzung/Hopfung ihrer Biere?
- Die Brauindustrie globalisiert sich zusehends. Ist damit ein Rückgang einer differenzierten
Hopfung der Biere verbunden?
- Hopfensorten mit ihren unterschiedlichen Erträgen, a -Säurengehalten und damit Preisen
verursachen unterschiedliche Kosten. Verleitet das zu Einsparungen in manchen Brauereien,
ohne sich qualitativer Konsequenzen bewusst zu sein?
- Warum fragen so wenige Brauer, wie man mit Hopfen das Produkt Bier verbessern kann
und so viele, wie die Hopfenversorgung verbilligt werden kann?
Das mündet in der Frage: Wie wird die Hopfenwirtschaft der Zukunft aussehen? Welche
Erwartungen werden an sie gestellt? An Appellen, Hopfen in all seiner Vielfalt zur
Differenzierung von Bieren bewusster einzusetzen, hat es seitens Wissenschaftlern und
Fachjournalisten in den letzten Jahren nicht gefehlt. Trotzdem lässt sich keine klare
Tendenz in der Einstellung der Brauindustrie zum Rohstoff und Gewürz Hopfen ausmachen.
Die Hopfenwirtschaft schwankt somit zwischen den Extremen zweier Sichtweisen:
1. Hopfen dient als Träger der a -Säuren ausschließlich zur Bitterung des Bieres
oder
2. Hopfen ist in all seinen Variationen der Sorten, Anbaugebiete und Produkte ein
lebendiger Rohstoff.
Die Hopfenwirtschaft muss sich heute die Frage stellen, ob sie zum Trend der letzten 20
Jahre, Hopfen zum "minor ingredient" werden zu lassen, nicht selbst beigetragen hat. Das
anspruchsvolle Fachgespräch zwischen dem Brauer und dem Hopfenexperten findet immer
seltener statt. Die geschäftliche Kommunikation spielt sich zwischen dem kosten-,
betriebswirtschaftlich und budgetorientierten Einkauf sowie einem druckerprobten Verkäufer
ab.
(cs, 26. 9. 2002)
http://www.johbarth.com/report01/german/report01de-p27.pdf
WELTBIERMARKT ENTWICKELT SICH SEHR UNTERSCHIEDLICH
Nürnberg - Der Barth-Report gibt auch einen sehr guten Überblick über die Entwicklung des
Biermarktes in den vergangenen Jahren. Dem Report, der in voller Länge im Internet abrufbar
ist, ist eine Reihe leicht verständlicher Tabellen beigefügt, denen beispielsweise zu entnehmen
ist, dass das Mengenwachstum beim Bierausstoß in Europa praktisch ausschließlich auf die
positive Entwicklung in den (Noch-)Nicht-EU-Staaten zurückzuführen ist. Auf den so
genannten "entwickelten Biermärkten" in den Industrieländern gab es mehr oder weniger
durchgehend Rückgänge.

Quelle: Barth Report
(cs, 25.9.2002)
http://www.johbarth.com/news-report-de.htm
WANDEL AUF BRASILIANISCHEM BIERMARKT
Mindelheim/Bahia - Die Fachzeitschrift Brauindustrie vermeldet in ihrer Septemberausgabe,
dass in der Zeit von 1979 auf 1999 der Bierverbrauch in Brasilien von 30 Millionen
Hektolitern auf 8 Milliarden Liter (nach den Zahlen von Beerworldmonopoly.com sind es
genau 84 Millionen Hektoliter) gestiegen ist - wobei die Biere generell um etwa 20 Prozent
leichter geworden seien. Ein durchschnittliches brasilianisches Bier habe heute nur noch 4,5
Prozent Alkoholgehalt und sei auch nicht mehr so dunkel und bitter wie vor 20 Jahren,
schreibt die Fachzeitschrift. Ein Erfolg der Brauwirtschaft liege darin, dass Frauen (die 28
Prozent der Haushalte vorstehen) den neuen Biergeschmack angenommen haben.
Brasilianer sind dafür berüchtigt, dass sie Bier fast eiskalt trinken, wie der
Auslandsösterreicher Reinhard Lackinger, der eine Bierbar in Brasilien betreibt, entnervt
berichtet. Auf seiner Website beschreibt er aber auch, dass es österreichische und deutsche
Biere in Brasilien gibt, hin und wieder Schwechater und Gösser. Demnächst wird übrigens
das Buch "Conrad Seidls Bier-Katechismus" in portugiesischer Übersetzung auf den
brasilianischen Markt kommen, der Verlag Senac hat bei Deuticke die Übersetzungsrechte
erworben.
(cs 17. 9. 2002)
http://www.reg.combr.net/bier.htm
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3216304892/qid=1033943479/sr=8-1/ref=sr_aps_prod_1_1/302-9507675-6240014
"VISION" AUS WEITRA FAST AUSVERKAUFT

Hermann Pöpperl, Karl Schwarz, Conrad Seidl
Foto: Brauerei Zwettl
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Zwettl/Weitra - Das Schwarzbier "Vision",
das die Zwettler Brauerei in ihrer neuen
Braustätte in Weitra in einer limitierten
Auflage von 100 Hektolitern gebraut hat,
war bereits am Tag seiner Präsentation zum
Großteil verkauft: Rund 80 Hektoliter waren
schon durch Vorbestellungen vergeben,
ebenso die rund 3000 Flaschen, gaben
Hermann Pöpperl aus Weitra, der Zwettler
Brauereibesitzer Karl Schwarz und
Bierpapst Conrad Seidl, der die Patronanz
über den Sud übernommen hatte, bekannt.
Die nächste Vision, nach anderem Rezept,
gibt’s im Herbst 2003.
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(red., 6. 9, 2002)
http://www.zwettler.co.at/Produkte/index.htm
http://www.brauereiweitra.co.at
STEIRERMAN-BIER MIT KÜRBISEXTRAKT
Wien - In der Ottakringer Brauerei wird seit dem Sommer ein Helles Bier mit entfettetem
Kürbisextrakt hergestellt und unter der Marke Steirerman als "Wellness-Bier" vertrieben. Auf
den Flaschen findet sich kein Hinweis auf die Brauerei, da das Bier im Lohnbrauverfahren für
das Unternehmen Mag. G. Scheler hergestellt wird. Der Kürbisextrakt entspricht acht Gramm
Kürbiskernen, geschmacklich ist der Kürbis nicht erkennbar. Kürbiskerne haben eine positive
Wirkung speziell bei Prostataerkrankungen, daher wird zu einem "Prost auf die ewige Kraft
der Lenden" aufgerufen und das Bier mit dem Hinweis "Kraft für den Mann, Genuss für die
Frau" beworben. (cs, 3. 9. 2002)
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